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| Die Jenaplan-Pädagogik nach Peter Petersen | ||||||||||||||||
| Die Jenaplan-Pädagogik ist eine Ausgangsform für eine aktive Schulentwicklung. Hier sind einige Stichpunkte:
Gemeinschaft Erziehung vollzieht sich nach Petersen durch die Gemeinschaft. In Schulen, die nach dem Jenaplan arbeiten sind die Schüler verschiedener Jahrgänge zu altersheterogenen Gruppenformen (Stammgruppen, Tischgruppen, Freundschaftsgruppen) zusammengefasst. Die Lerngruppen sollen in der Regel drei Schuljahrgänge umfassen. Durch diese Idee kann ein Klima geschaffen werden, in dem ältere und jüngere Schüler miteinander und voneinander lernen. Das Individuum reift zur Persönlichkeit durch das Leben in der Gemeinschaft. Eigenständiges Lernen Gleichzeitig fordert Petersen eigenständiges, individuelles Lernen und leht eine Uniformierung des Unterrichts ab. Die Freiarbeit ist Ausdruck und Ort für eigenständiges Arbeiten. Der Wochenarbeitsplan Das Schulleben und der Unterricht soll im Wochenrhythmus stattfinden. Ein sogenannter Wochenarbeitsplan ersetzt einen "Fetzenstundenplan" und bildet die Basis für Fächer übergreifendes Lerrnen. Lehrer und Schüler verständigen sich gemeinsam auf Themen, die in den folgenden Tagen angegangen werden sollen. Schulwohnstube Durch die von Peter Petersen konzipierte Schulwohnstube wird der Lernraum anregungsreich und wohnlich gestaltet. Tische und Stühle können in kürzester Zeit den unterschiedlichen Arbeitsformen angepasst werden. Die Ausgestaltung und Pflege des Lernraums liegt in den Händen der Kinder. Note und Zensur versus Wortgutachten Nach Petersen hat jeder Schüler ein Recht entsprechend seinen individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten gemessen zu werden. Ziffernnoten werden dieser Forderung nicht gerecht. Ein Bericht oder Wortgutachten ist wesentlich besser geeignet Schülern eine Rückkopplung ihrer Lernfortschritte zu vermitteln. Der Jenaplan unterscheidet vier Hauptformen der Bildung: Das Gespräch, das Spiel, die Arbeit und die Feier: Das Gespräch Das Gespräch gehört zu den grundlegenden Umgangsformen. Da Wochenanfangsgespräch im Kreis dient dem Berichten über Wochenenderlebnisse, über grö§ere und kleinere Probleme und über die Planung für die Woche. Kreisgespräche werden spontan eingerichtet, wenn es gilt, Konflikte zu regeln. Informationen jeder Art, auch thematisch an den Unterrichtsstoff gebundene, werden im Sitzkreis vermittelt. Diese Kreise entwickeln durch ihre Institutionalisierung eine Eigendynamik. Schüchterne und in sich verschlossene Kinder tauen mit der Zeit auf, und auch die Aufmerksamkeit der Lehrer für die Schüler wird immer neu in Anspruch genommen. Das Gespräch ist bei Petersen wesentlich mehr, als das uns bekannte Frage-Antwortspiel mit dem versucht wird den üblichen Frontalunterricht Interaktiv zu machen. Das Spiel Das Spiel hat einen festen Platz in der Freizeit, in den Pausen und vor allem auch im Unterricht. Im Spiel entwickeln sich besonders jüngere Kinder besonders intensiv. Spielen fördert Aufmerksamkeit, kreatives Denken, Gedächtnis und Gestaltungsfreude. Die Arbeit Die Arbeit als Grundform des Lernens wurde zu keiner Zeit in Frage gestellt, hat aber in seinen Ausprägungsformen bei Petersen eine neue Dimension erfahren: In Jenaplan-Schulen sind Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, freie Arbeitsphasen, Wochenplanarbeit selbstverständlich. Die Feier Mit der Feier beginnen die Schüler und Lehrer gemeinsam die Woche und beenden sie wiederum mit der Wochenschlu§feier. Für Peter Petersen hat die Feier vor allem gemeinschaftsbildenden Wert. Die Jenaplan-Initiative Bayern e.V. Die Jenaplan-Initiative Bayern e.V. hat das Ziel, die Erziehungs- und Unterrichtspraxis an unseren Schulen zu verbessern. Dabei werden die grundlegenden Positionen des Jenaplans (von Peter Petersen) als Orientierung verwendet. Diese sollen aber ständig überprüft, aktualisiert und verbessert werden:
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