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Leben mit der Hinrichtung
Produktion: Im Auftrag des ZDF, 1997, 28 Min. Darf der Mensch töten, nur um damit zu demonstrieren, dass der Mensch nicht töten darf? An dieser Frage zeigt sich, dass die Todesstrafe nicht alleine ein strafrechtliches Problem ist: Sie fordert zu ethischen, religiösen und menschenrechtlichen Stellungnahmen auf. Mehr als 24.000 Menschen werden jährlich in den USA ermordet. Von den überführten Tätern werden etwa 200 zum Tode verurteilt. 3.100 Häftlinge warten zurzeit (1997) auf ihre Hinrichtung. Dobie Williams ist einer von ihnen. Er sitzt seit zwölf Jahren im Todestrakt. Sieben Mal wurde seither seine Hinrichtung verschoben. Neben Don Cabana besucht auch Schwester Helen Prejean den Todeskandidaten. Williams ist der vierte Häftling, den sie in den Tod begleitet. Ihr Buch »Dead Man Walking« wurde zu einem Bestseller, die mit einem »Oscar« ausgezeichnete Verfilmung ihrer Aufzeichnungen wurde auch hierzulande ein großer Erfolg. Dobie Williams, sagt sie, sei der typische Fall eines Todeskandidaten: farbig, aus den Südstaaten, aus ärmlichen Verhältnissen; verurteilt wegen Mordes an einer weißen Person. Der Film führt den Zuschauer sehr behutsam an die Thematik und legt es nicht auf eine lähmende Betroffenheit an. Er eignet sich für Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. In der Schule lässt er sich gut in den Fächern Religion und Ethik einsetzen. Weitere Filme zu den Themen Gewalt und Verfolgung: Video-Nr. 204 Blüh im Glanze Ein Film über Asyl und Fremdenfeindlichkeit [zurück] |