![]() |
|
![]() |
Im Chaos der Buchstaben Lesen und Schreiben ein Problem
Produktion: ZDF, 2002, 28 Min. »Im Chaos der Buchstaben« sensibilisiert den Betrachter für das gesellschaftliche Problem der ca. 4 Millionen deutschen funktionalen Analphabeten, die trotz Schulbesuchs nicht ausreichend lesen und schreiben können, um selbstständig und schriftsprachlich kommunizieren zu können. Der Film berichtet exemplarisch aus dem Leben von drei Analphabeten. Dabei wird deutlich, wie vielfältig die Probleme sind, denen sich die Betroffenen ausgesetzt fühlen: Matthias E. ist beispielsweise heute hoch verschuldet, da er seiner Frau vertraute und nicht gelesene Verträge unterschrieb. Allen dreien ist gemeinsam, dass sie trotz Schulbesuchs kaum lesen und schreiben gelernt haben und somit von schriftsprachlichen Informationen gesellschaftlichen Lebens weitgehend ausgeschlossen sind. Als Erwachsene nutzen sie nun die zweite Chance an Volkshochschulen lesen und schreiben zu lernen. Dieser Film macht Mut und zeigt uns, wie sich das Leben verändert, wenn Analphabeten doch noch lesen und schreiben lernen und damit nicht zuletzt im Beruf Erfolg haben. Betroffenen gibt er Selbstbewusstsein und zeigt, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine sind. Der Film lässt sich immer dann gut einsetzen, wenn über das Problem des funktionalen Analphabetismus in Deutschland informiert werden soll, beispielsweise an allgemeinbildenden oder berufsbildenden Schulen in Pädagogik, Deutsch, Gemeinschaftskunde, Wirtschaftslehre oder in fächerübergreifenden Projekten. Gleichzeitig eignet sich der Film auch gut für die Aus- und Fortbildung von Psychologen, Sozialpädagogen, Kursleitern usw. In der außerschulischen Jugendarbeit, insbesondere in sozialen Brennpunkten, kann der Film schon Jugendlichen mit Schriftsprachschwierigkeiten die Möglichkeit eines Kursbesuches offerieren. [zurück] |