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Ware Kind • Missbrauch und Prostitution

Produktion: George Weiss Film, 2001, 45 Min.
Einsatz: Aus- und Weiterbildung, Sozialarbeit, Uni, FH, Schule, ab 14 Jahren.

“Wenn es soweit kommt, dass Kinder wie eine Ware im Supermarkt gekauft werden können, verlieren wir das Recht, uns eine zivilisierte Gesellschaft zu nennen.”

Die sexuelle Ausbeutung von Kindern, als Missbrauch in der Familie oder als Prostitution auf der Straße, war lange Zeit ein Tabuthema. Mit Fallbeispielen aus Wien und Vancouver, der 2-Millionen-Stadt Kanadas, zeigt der Film, dass die sexuelle Ausbeutung von Kindern auch ein Problem für Industrienationen ist: In Wien leben ca. 300 Straßenkinder von Prostitution und Drogenhandel und Vancouver ist für seinen Kinderstrich bekannt.

Der Film schildert das Problem in seinen verschiedenen Facetten und lässt Opfer zu Wort kommen: Cherry K. wurde beispielsweise mit 14 Jahren zur Prostitution gezwungen. Heute leitet sie selbst ein Hilfsprogramm für Jugendliche: In Häusern können Mädchen und Jungen aus dem Milieu Zuflucht finden. Ein nachahmenswertes Projekt.

Während hierzulande Aufsehen erregende Fälle von Kindesmissbrauch immer wieder den Ruf nach härteren Strafen laut werden lassen, setzen Experten zunehmend auf Prävention: In mehreren österreichischen Schulen wird mit Erfolg das neue Aufklärungsprojekt "Love Talks" durchgeführt, das sich sowohl an Eltern und Schüler wendet. Dabei lernen die Kinder, nein zu sagen und sich gegebenenfalls zur Wehr zu setzen. Gleichzeitig werden die Eltern dazu ermuntert, offener mit ihren Kindern über Sexualität zu reden.

Der Film zeigt Ihnen eine Reihe von weiteren Möglichkeiten der Prävention und Therapie. Insgesamt macht »Ware Kind« deutlich, welche seelischen Wunden sexuelle Gewalt in der Kindheit hinterlässt und dass dieses wichtige Thema weiter diskutiert werden muss.

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