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»Eine gewisse Art von Tod« • Leben nach einer Vergewaltigung

Produktion: im Auftrag des WDR, 1999, 34 Min.
Einsatz: Aus- und Weiterbildung, Hilfseinrichtungen, Prävention, ab 16 Jahren.

Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem mit hoher Brisanz, das erst in den letzten Jahren angemessen ernst genommen wird. Jede siebte Frau ist betroffen und die Dunkelziffer ist hoch. Der Frauenbewegung seit Anfang der 70er Jahre ist es anzurechnen, dass die Sensibilität gestiegen ist sowie Hilfsangebote umgesetzt und Präventionsprogramme entwickelt werden.

Der Film möchte die Sensibilität für dieses Problem stärken und eine Basis für eine weitergehende präventive Aufklärung bieten. Dazu erzählt er die Geschichte einer jungen Frau, die vor fünf Jahren vergewaltigt wurde, und vermittelt zahlreiche Fakten zum Themenfeld Vergewaltigung.

Zunächst geht der Autor Fragen nach, die sich jeder stellt: Wie konnte diese Vergewaltigung passieren? Was bedeutet diese schlimme Erfahrung für eine Frau? Was geschieht mit dem Täter? Wie schafft es eine Frau, damit weiter zu leben? Mit klaren und ruhigen Worten beschreibt Frau K. die Umstände und Folgen ihrer Vergewaltigung. Es gelingt ihr, Mitempfinden und Verstehen auszulösen. Gleichzeitig gibt die ruhige und sachliche Art, in der gesprochen wird, die notwendige Distanz, um die Schwere der Thematik auszuhalten.

Frau K. sucht für die Bewältigung ihrer Gewalterfahrungen Unterstützung in einer Beratungsstelle. Obwohl sie auch dort nicht alle Einzelheiten aussprechen kann, findet sie in der Gesprächspartnerin ein Gegenüber, die ihr Empfinden versteht und sie begleitet. Der Film endet mit ihrem inneren Bild, das trotz Dunkelheit auch Hoffnung und Glück birgt.

Der emotional ansprechende Film bietet auch umfassende Daten und Fakten über sexuelle Gewalterfahrungen von Frauen. Diese sollen zu einer Auseinandersetzung anregen und die Grundlage für eine weitergehende präventive Aufklärung sein.

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