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Doping für die Seele • Esoterik und der Schein vom Glück

Produktion: ZDF, 1998, 30 Min.
Einsatz: Schule, Aus- und Weiterbildung, (kirchliche) Jugendarbeit Erwachsenenbildung, Schule, ab 12 Jahren.

Die szenische Klammer dieses Films sind Aufnahmen bei einem Ritual des Feuerlaufens. Absicht dieses Rituals ist die Ichstärkung. Ulla, Jutta, Wilfried und Roland treten vor die Gruppe und sprechen ihren Dank aus. Anschließend gehen sie barfüßig über die glühenden Kohlen. Sie beschreiben ihre Erfahrungen als „energetisierend“, „totale Kraft“ und „schön“. Für alle Beteiligten scheint das Feuerlaufen ein beherzter Schritt zu ihrem wahren Ich gewesen zu sein. Außenstehenden bleibt das scheinbare Glück allerdings verschlossen.

Der Film geht den Motiven für esoterisches Denken nach und gibt einen guten Überblick zu diesem unübersichtlichen Zeitphänomen. Es wird deutlich, dass Esoterik für den Einzelnen das Bedürfnis nach Ichfindung und Orientierung in einer hochkomplexen und unübersichtlichen Lebenswelt anspricht. Diese persönliche Motivation kann durch den Einsatz des Films aufgehellt und verständlich gemacht werden.

Gleichzeitig stellt der Film einige kritische Rückfragen an Esoteriker. Dabei fällt auf, dass die Befragten ganz in ihrem esoterischen Denkmuster verbleiben und Fragen nur ausweichend oder gar nicht beantworten. So wird aufgedeckt, dass die Branche außer großen Umsätzen und verdrehtem Denken nur wenig zu bieten hat.

Lassen Sie diesen Film wirken und geben Sie Ihren Schülern und Zuschauern die Möglichkeit Ihre Motive nach der Suche des Glücks einmal zu hinterfragene.

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